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Anstoss mit Whisky

Whisky ist ein sehr beliebtes GetrĂ€nk. Auf der ganzen Welt kennt man den edlen Geschmack, und hĂ€ufig werden fĂŒr seinen Genuss sogar lange Lieferwege in Kauf genommen. Dabei stammt der Whisky oftmals gar nicht aus heimischer Produktion. Vielmehr wird die beliebte Spirituose im jeweiligen Produktionsland hergestellt, um dann mit viel Aufwand in das Bestimmungsland importiert zu werden.

Irland und Schottland sind weltweit fĂŒr die Herstellung und den Konsum des Whiskys bekannt. Bis heute steht jedoch nicht fest, ob Schottland oder Irland das Ursprungsland des Whiskys ist. Nichtsdestotrotz lĂ€sst Europa Whisky gerne von weiter her importieren. Ebenso liegen aber auch einige versteckte Produktionsstandorte auf der Welt verstreut.

Die Top 10 Whisky-Nationen – Frankreich marschiert vornweg

eine Halle mit WhiskyfÀsser

Ein Blick auf die Übersicht zeigt, dass nirgendwo so viel Whisky getrunken wird, wie in Frankreich. Die Franzosen scheinen das GetrĂ€nk zu lieben und zu schĂ€tzen. Danach folgt eine weitere Überraschung. Uruguay belegt mit immerhin jĂ€hrlich 1,77 Litern pro Kopf den zweiten Platz. Aber damit liegt das Land auf dem sĂŒdamerikanischen Kontinent noch weit hinter Frankreich, welches die Tabelle mit beachtlichen 2,15 Litern pro Kopf im Jahresdurchschnitt anfĂŒhrt.

Erst danach kommen die USA mit 1,41 Litern pro Kopf, dicht gefolgt von Australien (1,3 Liter pro Kopf) und Spanien (1,29 Liter pro Kopf). Auf dem sechsten Platz landen erstaunlicherweise die Vereinigten Arabischen Emirate. Obwohl Alkohol in den islamischen LÀndern streng verpönt, teilweise sogar verboten ist, wird Whisky zumindest in dieser Region noch gerne getrunken. Bis zu 1,27 Litern pro Kopf trinken die Menschen hier im Jahr und lassen sich ihren Whiskey so redlich schmecken.

Großbritannien kommt erst auf dem siebten Platz mit 1,25 Litern pro Kopf und auf Irland mit 1,24 Litern pro Kopf auf dem achten Platz. Anschließend folgen Indien (1,24 Litern pro Kopf) und Kanada (1,19 Litern pro Kopf).

Gerade in Indien hat die Destillation von Whisky eine lange, in die Kolonialzeit zurĂŒckreichende, Tradition. Obwohl große Teile des damaligen Landes muslimisch und hinduistisch geprĂ€gt waren, sorgten die englischen Kolonialherren, durch ihre Trinkgewohnheiten, schnell fĂŒr eine große Verbreitung des Whiskys.

Der indische Whisky wird allerdings hĂ€ufig aus einer Melasse auf Basis von Zuckerrohr hergestellt und gilt deswegen unter Kennern oftmals als exotisches GetrĂ€nk. Geschmacklich unterscheidet er sich vor allem durch eine stark sĂŒĂŸliche Note. Gerade in der westlichen HemisphĂ€re ist der indische Whisky deswegen hĂ€ufig nicht sonderlich beliebt und wird ungern getrunken.

Deutschland ist nicht dabei

Shot

In den Top 10 taucht Deutschland gar nicht auf. Zwar haben die BundesbĂŒrger einen sehr hohen Alkoholverbrauch. Knapp 140 Liter werden hier im Jahr pro Person konsumiert, allerdings entfĂ€llt nur ein sehr geringer Bruchteil auf den Konsum von Whisky. Das liegt auch daran, dass in den traditionellen Brauereien und Brennereien vorwiegend heimische SchnĂ€pse produziert werden.

Allerdings trinken die Deutschen mehr Wodka als andere Nationen und sind so von den Trinkgewohnheiten her eher mit ihren osteuropĂ€ischen und russischen Nachbarn verbunden. Mit einem abgeschlagenen 22. Platz ist Deutschland also gar nicht in den Top 10 vertreten – sollte der Konsum nicht rapide steigen, wird sich das auch nicht Ă€ndern. Whisky gilt in Deutschland noch immer als ein GetrĂ€nk fĂŒr Genießer und hat keine große Lobby.

Unsere Nachbarn in Frankreich haben hier die Nase weit vorne und kennen das GetrĂ€nk in all seinen verschiedenen Variationen. Der Genuss vor und nach dem Essen und auf Feiern gehört hier einfach dazu. Wer in Paris einen Whisky bestellt, der kann sich sicher sein, ein hochwertiges und heimisches Produkt aus den Anbaugebieten im SĂŒden, oder aber ein importiertes GetrĂ€nk, zu bekommen.

Franzosen haben ja den Ruf als Genießer weg, weswegen der erste Platz in den Top 10 Whisky-Nationen auch redlich verdient ist.

Warum wird auf der Welt unterschiedlich viel Whisky getrunken?

eine alte Bar

Ehrlicherweise ist diese Frage nicht allzu leicht zu beantworten. Bei den Franzosen liegt die Sache relativ klar auf der Hand: Das Land zĂ€hlt als eine der kulinarischen Hochburgen der Welt. Die französische KĂŒche ist fremden EinflĂŒssen gegenĂŒber deutlich offener und toleranter, als beispielsweise die KĂŒche der Deutschen im direkten Vergleich.

Dass aber nicht die MutterlĂ€nder des Whiskys, also Irland und Schottland, beim Durchschnittsverbrauch weiter vorne liegen, verwundert dann doch ein wenig. Diese Tatsache lĂ€sst sich ebenfalls nur mit historischen HintergrĂŒnden erklĂ€ren. Neben dem Whisky gibt es auch noch zahlreiche weitere harte Alkoholika, die ihren Ursprung auf den Britischen Inseln haben, doch der Whisky ist der wohl der Bekannteste.

Gerade in muslimischen LĂ€ndern ist der Genuss von Whisky eine ambivalente Angelegenheit. Da wĂ€re auf der anderen Seite das strenge Verbot von Alkohol durch den Koran, sowie diverse politische EinflĂŒsse, die das GetrĂ€nk zu einem „No-Go“ machen. Allerdings passt sich der Geschmack von Whisky sehr stark an die traditionelle und lebhafte KĂŒche der Region an. Wahrscheinlich ist das der Hauptgrund, weswegen die Vereinigten Arabischen Emirate mit zu den Top 10 Whisky-Nationen gehören.

Aber egal wie man es auch dreht und wendet: Der Whisky schmeckt auf der ganzen Welt und wird ĂŒberall gerne getrunken! Manchmal ein wenig mehr, und manchmal auch etwas weniger.